CDU-Fraktion will Einbahnstraßen in Rudow

CDU-Fraktion will Einbahnstraßen in Rudow

In Teilen der Prierosser und Köpenicker Straße ist an Markttagen kein Durchkommen. Lange Wartezeiten und Staus belasten Anwohner und Autofahrer gleichermaßen. Die CDU-Fraktion Neukölln hat daher in einem Antrag ein Verkehrskonzept für den Bereich vorgelegt: Eine Einbahnstraßenregelung soll die Situation entlasten.
Im Wesentlichen sollen dabei Teile beider Straßen zu Einbahnstraßen gemacht werden: Die Köpenicker Straße von Alt-Rudow bis zum Selgenauer Weg soll nur noch in Richtung Kanalstraße befahren werden, die Prierosser Straße ab Köpenicker- bis zur Krokusstraße nur noch in Richtung Krokusstraße.
Der Antragsteller Olaf Schenk, Bezirksverordneter in der BVV Neukölln, wohnt selbst in der betroffenen Gegend. Er betonte in der Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Tiefbau und Ordnung am 9. September, die Anwohner wünschten sich schon lange eine entsprechende Regelung. Auch die Parksituation würde durch die Regelung entlastet, da der wegfallende Gegenverkehr Platz für Parkplätze schaffe.
Doch SPD, Linke und Grüne stellten sich in der Ausschusssitzung gegen den Antrag. Sie argumentieren, die Einbahnstraßenregelung würde das Problem nur auf die Krokusstraße umlenken und die Anwohner zu neuen Umwegen zwingen.
Für Schenk ist das kein triftiges Argument: „Umgewöhnung seitens der Anwohner ist immer ein Thema bei neuen Einbahnstraßen, aber niemand stellt doch deshalb ernsthaft den Sinn solcher Straßen in Frage“, argumentierte er und schlug vor, die Anwohner mittels einer Befragung direkt an der Entscheidung zu beteiligen. Doch auch das wollen die anderen Fraktionen nicht – der Ausschuss empfiehlt die Ablehnung des Antrags in der Bezirksverordnetenversammlung. Bürgernahe Politik sieht anders aus.